Sturzprävention

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Zur Beratung im Bereich Sturzgefährdung stellen einige Krankenkassen Kontingente zur Verfügung. Gern könne wir Sie in dieser Hinsicht beraten.

„Die meisten Unfälle passieren zuhause“  -   so auch die meisten Stürze.

Ein Sturz muss nicht unbedingt mit einer schweren Verletzung enden, so stürzen z.B. Kinder sehr häufig, meist aber ohne gravierende Folgen im Sinne eines Knochenbruchs. Bei älteren, zuhause oder im Pflegeheim lebenden Menschen sieht dies leider oft anders aus. Die Statistiken zeichnen hier ein eher düsteres Bild: viele ältere Menschen, vor allem Frauen, stürzen aufgrund verschiedener Ursachen mindestens einmal pro Jahr. Untersuchungen belegen, dass das Risiko nach einem erlittenen Sturz deutlich höher ist als bei der Vergleichsgruppe. Stürze und Sturzfolgen sind leider die Haupttodesursache bei Personen über 65 Jahre.

Auch wenn nach einem Sturz keine gravierenden Folgen auftreten, so kann auch ein „folgenloser Sturz“ zu Symptomen wie erhöhter Sturzangst, reduzierter Aktivität, Muskelschwund und sozialem Rückzug führen – was einen Verlust von Unabhängigkeit darstellt und die Lebenserwartung verkürzt.

Die Risikofaktoren sind folgende: höheres Alter, zurückliegende Stürze, weibliches Geschlecht, Einnahme von mehr als vier Medikamenten pro Tag, bestimmte Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Inkontinenz und Gelenkabnützungen), kognitive Leistungseinschränkungen, Sehstörungen und Mangelernährung.

Die wichtigsten äußeren Faktoren betreffen die Wohnumgebung, Kleidung, Schuhe und Hilfsmittel von Personen. So können Teppiche, Türschwellen, schlechte Beleuchtung, Schuhe mit hohen Absätzen und falsch eingestellte Gehstöcke oder Rollatoren einen Sturz verursachen beziehungsweise begünstigen.

Wir möchten, dass Sie solange wie möglich aktiv bleiben. Um dies zu gewährleisten, helfen wir Ihnen bei der Analyse Ihrer Wohnumgebung und betrachten hierbei die räumlichen Gegebenheiten im Zusammenspiel mit Ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wir beraten Sie ggf. gemeinsam mit Ihren Angehörigen sowohl  in der Handhabung der technischen Hilfsmittel als auch bei der Umsetzung eines möglichst gefährdungsfreien Umfelds.

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